Wie de-motiviere ich meine Mitarbeiter – 2 Beispiele (Teil 1)

Mitarbeiter - Publicdomain svgsilh.com

Erstes Beispiel Lean Administration in den indirekten Bereichen wird für viele Unternehmen immer wichtiger. Der wertschöpfende Anteil in diesen Bereichen liegt im Durchschnitt unter 50% und dies bei dem allseits attestierten Fachkräftemangel und Überlastung der Führungskräfte und Mitarbeiter. Große Potenziale sind dort zu holen – wenn man es richtig macht! Da wir das Thema Lean Administration vor 12 Jahren als erste weltweit entwickelt haben, werden wir häufig zu Gesprächen eingeladen. So war ich letzte Woche bei einem Unternehmen, das einen neuen Anlauf in Bezug auf die Optimierung ihrer indirekten Bereiche … Weiterlesen

Kuscheln verboten

Führung statt Kuscheln, das ist Demokratur

Sorry, liebe Wiegands Warte-Leser. Ich war nicht faul in den letzten Monaten, sondern habe an meinem neuen Buch gearbeitet, dass Ende des Jahres beim Springer Verlag veröffentlicht wird. Der Titel lautet: Wege aus der Digitalisierungsfalle – Mit Lean Management erfolgreich in die Industrie 4.0. Ich werde mich bemühen, jetzt wieder häufiger zu schreiben und die liegengebliebenen Themen aufzuarbeiten. Eines dieser Themen war das Thema Kuscheln. Führungsstile Demokratur als Führungsform Im letzten Jahr haben wir zwei Unternehmen erfolgreich von der Wertstromorientierung und Mindset-Veränderung zur Prozessorientierung geführt. Also die Sekundärprozesse der Funktionen … Weiterlesen

Führungsleitlinien – Showprogramm for Customer? (2)

Vision, Ziele oder Führungsleitlinien bringen nichts, wenn man diese nicht operationalisiert. Das heißt, alle, aber wirklich alle, Führungskräfte und Mitarbeiter müssen an der Verwirklichung jeden Tag arbeiten. Wenn der Kunde im Zentrum unseres Handelns steht, sollte man mit dem Kunden sprechen und seine Wünsche kennen. Wenn dieser kürzere Lieferzeiten wünscht und bessere Qualität, dann müssen Projekte initiiert werden, die da heißen Durchlaufzeitreduzierung und/oder Qualitätsverbesserung. Daran sollte dann mit hoher Priorität gearbeitet und mit genügend Ressourcen versehen werden, damit diese nicht einschlafen oder auf dem Projektfriedhof landen. Wenn ich also das … Weiterlesen

Vom Trouble Shooter zur Führungskraft

Bezahlen wir unsere Manager nicht dafür, dass sie managen, Probleme lösen und Trouble Shooting betreiben? Typischerweise werden meistens die Manager gefördert, die Trouble Shooter sind – die also im Rampenlicht stehen und in ihrem Bereich Probleme erfolgreich gelöst haben. Aber sind dies die wirklich guten Manager, die in ihrem Bereich Probleme entstehen lassen, um diese dann mit lautem Getöse zu beheben? Die Manager, die gefördert und befördert werden sollten? Ist nicht der Manager, der seine Prozesse beherrscht und seine Probleme im Griff hat, bei dem es also kein Trouble gibt, … Weiterlesen

Lean macht erfolgreich (Teil 3)

Erfolgsfaktor 3: Mindset verändern

Wenn wir uns bei Unternehmen umschauen, die seit mehreren Jahren Lean ernsthaft eingeführt haben, die viel Energie und Aufwand reingesteckt haben, die ein Produktionssystem flächendeckend etabliert haben, dann können wir 2 Phänomene beobachten.

  1. Der Lean-Grad eines Unternehmens scheint abhängig vom Manager. Geht er, sinkt der Lean-Grad.
  2. Der Lean-Grad scheint auf einem Niveau angekommen zu sein, der es schwer macht, ihn zu steigern.

Betrachten wir Phänomen 1: Wenn der Lean-Grad mit dem Manager mitwandert, dann hat man eines nicht geschafft: Die Durchdringung der Idee auf allen Unternehmensebenen zu erreichen: d. h. es ist nicht gelungen, den Mindset der Mitarbeiter nachhaltig zu verändern.

Schaut man sich diese Unternehmen an, dann stellt man sehr schnell fest, dass die Unternehmen eine konzernweite Lean-Zentrale etabliert und Lean-Experten in die Werke entsendet haben. Das Verhältnis Lean-Experte zu Anzahl des Mitarbeiters, für die er zuständig ist, beträgt meist 1 : 100 bis 1 : 300. Aber auch größere Verhältnisse haben wir schon angetroffen. Doch was muss ein Mensch leisten können, den Mindset, das Denken von 300 Mitarbeitern nachhaltig verändern zu können?

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Lean macht erfolgreich (Teil 1)

Ergebnisse einer Studie

Insgesamt nahmen 771 Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen aus acht europäischen Ländern an der Lean Management Studie 2009 teil (Quelle: Abegglen Bericht – Lean Management Studie 2009).

Das Spektrum der Teilnehmer reicht von kleinen Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz (Budget bei öffentlichen Einrichtungen) von unter 100 Mio. € bis hin zu großen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz (Budget bei öffentlichen Einrichtungen) von über 400 Mio. €. Damit repräsentiert die Lean Management Studie einen breiten Querschnitt von mittelständischen Unternehmen, Konzerneinheiten und Verwaltungsorganisationen.

Um die Studienteilnehmer nach ihrer Performance zu gruppieren und in der Anwendung von Lean gegenüberstellen zu können, wurden sie in quantitativen und qualitativen Aspekten beurteilt.

  • Diese umfassen neben klassischen Kennzahlen wie EBITDA pro Mitarbeiter, Liefertreue, Ausschuss-/Reklamationsrate und Lagerumschlag auch qualitative Aspekte wie Anzahl Verbesserungsvorschläge pro Mitarbeiter, Implementierungsrate, Absenzen/Krankenstand sowie systembezogene Aspekte wie Führung, Zeitmanagement und Unternehmenskultur.

Die Bewertung erfolgte durch die Studienteilnehmer in einer Selbstbeurteilung mit einem Punktesystem, bei welchem 0 die tiefste und 4 die höchste Punktzahl/Leistungsstufe darstellt. Aus der sich ergebenden Gesamtpunktzahl wurden folgende Performance-Kategorien definiert:

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Mitarbeiterbelohnung – aber wie?

Und ich werde immer und immer wieder gefragt: „Was machen wir eigentlich mit unserem Vorschlagswesen?“ Oder: „Sollen wir die Lean-Teams belohnen?“

Nun, ich persönlich halte davon nicht viel, Geld für Lean zu geben, da ich denke: Verschwendung zu identifizieren und zu beseitigen, ist Aufgabe jedes Einzelnen bzw. des Teams, das zusammen arbeitet. Andererseits können Anreize ein starker Motivationsfaktor für den Menschen sein. Warum darauf verzichten? Wobei Geld eben nur eine kurzzeite Wirkung hat.

Für alle sichtbare Ehrenzeichen entfalten eine viel höhere Wirkung. Das fängt bei der Tafel im Eingang an, an der alle vorbeigehen. Dort kann man für jedes Team Audit-Smilies oder Auditergebnisse darstellen und/oder Anzahl der umgesetzten Verbesserungsideen. Dies sieht man zuweilen. Aber warum nutzt man z.B. nicht den Parkplatz als Belohnungssystem?

Nun, wie geht das?

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