Mindsetveränderung – wie geht das, eine lernende Organisation zu werden? (Teil 3)

Verantwortungsmatrix erstellen, das ZRRK-Modell

Um zu definieren, in welchen Leitplanken die unterschiedlichen Stellen selbstständig agieren können, muss man die Zuständigkeiten klar definieren.

Dies leistet eine Verantwortungsmatrix.

Wenn wir z. B. das Kompetenzfeld eines Vorarbeiters beschreiben sollen, könnte dies so aussehen:

  • Standards weiterentwickeln
  • Standards einhalten
  • Lösungen erarbeiten
  • Probleme melden
  • Durchführungsverantwortung übernehmen
  • Aufgaben an die Mitarbeitenden delegieren
  • Wirksamkeit prüfen
  • Mitarbeitende führen
  • Vorbildfunktion wahrnehmen

Hierdurch wird er wissen, was er tun soll, was er tun darf und in welchem Rahmen er entscheiden darf.

Dies gibt ihm Sicherheit, und er hat Verantwortung für das, was er tut.

Wenn dies festgelegt ist, kann man für diesen Personenkreis ein ZRRK-Modell entwickeln.

Das heißt: Man kann ihm

  • ein Ziel vorgeben („Z“),
  • die Rolle, die er ausfüllen soll, um dieses Ziel zu erreichen, beschreiben („R“),
  • die mit dieser Rolle verbundenen Regeln definieren („R“) und
  • die mit den Regeln verbundenen Konsequenzen aufzeigen („K“).

Beispiel:

Ziel: Betriebsunfälle vermeiden – gesetzte Standards einhalten.
Rolle: Er ist in der Rolle des Polizisten, der darauf achten muss, dass z. B. Sicherheitsschuhe und Schutzbrillen getragen werden.
Regel: Sieht er nun einen Mitarbeitenden, der keine Sicherheitsschuhe trägt, muss er ihn verwarnen.
Konsequenz: Der Katalog für die Konsequenzen in diesem Fall sieht vor, dass der Mitarbeitende eine mündliche Verwarnung erhält und beim zweiten Regelverstoß eine Abmahnung.

Das heißt: Der Vorarbeiter muss so handeln und ist davon befreit, sich seinem Kumpel Anton gegenüber rechtfertigen zu müssen, warum er ihm beim zweiten Verstoß eine Abmahnung erteilen muss.

Verantwortungsmatrix und ZRRK-Modell führen so zu einem regelbasierten Miteinander im Unternehmen

Unfruchtbare Diskussionen und Mobbing verhindern

Dieses regelbasierte Miteinander klärt vieles, was in unseren Organisationen zu andauernden Diskussionen und zum Teil zu Mobbing führt und was die Mitarbeitenden und auch Führungskräfte belastet.

Wenn jeder seinen Verantwortungsbereich, seine Kompetenzen und seine Leitplanken sowie die damit verbundenen Rollen, Regeln und Konsequenzen für sein Handeln kennt, bleibt viel Zeit für Zielerreichung, Umsetzung von Maßnahmen und Verbesserungsvorschläge.

Mit der Verantwortungsmatrix zur Mindsetveränderung

Erst dann wird man zu einer lernenden Organisation und hat den Mindset verändert.

Was bringt das meinem Unternehmen?

Meine Führungskräfte

  • führen nach gemeinsam erarbeiteten Werten und Prinzipien des Unternehmens,
  • haben ein gleiches Verständnis von Führung,
  • geben den Mitarbeitenden durch ein einheitliches Führungsverhalten Sicherheit,
  • verändern den Mindset und das Verhalten der Mitarbeitenden durch ihre Vorbildfunktion,
  • geben den Mitarbeitenden mit einer Verantwortungsmatrix Leitplanken vor, in denen sie selbstbestimmt handeln können und sich damit selbst zu Problemlösern entwickeln,
  • lösen Probleme nachhaltig, sodass sie nicht mehr auftreten,
  • und erwirtschaften Jahr für Jahr einen ROI von mindestens 5–10 %,
  • unterstützen die Ziele des Unternehmens und machen es erfolgreich,
  • erhöhen die Dynamik und reduzieren die Komplexität,
  • motivieren die Mitarbeitenden und setzen Entscheidungen zielorientiert um.

Bleiben Sie uns gewogen, bleiben Sie lean!

Ihr Bodo Wiegand

Schreiben Sie einen Kommentar

Ich stimme der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten nach der DSGVO zu und akzeptiere die Datenschutzbedingungen. *