Sind Sie auch schon “geleant” worden?
Letztlich habe ich ein Gespräch mit einem Mitarbeiter eines Unternehmens aus der Dienstleistungsbranche geführt, der mir ganz stolz erklärte, dass er „geleant“ worden sei.
Abteilung für Abteilung würde jetzt „geleant“.
Unter anderem finden dann allmorgendliche Abteilungsgespräche statt, in dem jeder Mitarbeiter sagen muss, was er an diesem Tag zu tun gedenkt.
Sehr Lean oder etwa nicht?
Auf die Erläuterung weiterer Späße, die sich die Geschäftsführung (oder die Berater) haben einfallen lassen, um diese dann unter dem Deckmantel Lean zu verkaufen, möchte ich hier gar nicht eingehen. Sonst komme ich noch in den Verdacht, dass ich so einen Schwachsinn unterstützen würde. Typisch aber auch, dass in diesem Unternehmen nur in den Abteilungsgrenzen „geleant“ wird, nach dem Motto: Unser Fürstentümer werden nicht angetastet.
20% Effizienzsteigerung soll das Ganze bringen … Das wird wohl nix.
Einmal Lean nicht verstanden: 6, setzen!
Bleiben Sie uns gewogen und bleiben Sie lean …
… und lassen Sie sich nicht „leanen“!
Wir ertrinken in Informationen und hungern nach Wissen
Wir ertrinken in Informationen und hungern nach Wissen
John Naisbitt, Trend- und Zukunftsforscher
Letztlich habe ich einen Vortrag vor der Führungsmannschaft eines Unternehmens gehalten.
Als ich beginnen wollte, waren 3 Laptops noch aufgeklappt und 2 weitere Manager spielten mit ihrem I-phone. Als ich dann 2 Minuten nichts gesagt habe, guckten mich alle erwartungsvoll an. Nach einer weiteren Minute des Schweigens wurden 2 Laptops zugeklappt. Der 3. Teilnehmer schrieb fleißig weiter. Diesen habe ich dann gefragt: „Wie viele E-Mails er denn am Tag bekommen würde?“ Er antwortete – sogar etwas stolz: „So um 120“. Der Arme dachte ich bei mir und machte dann weiter. „Wie viel Sie und Sie und …“ Der Durchschnitt lag bei 80 – 100 Mails pro Tag und „nur“ 10 – 30 am Wochenende und in den Ferien – täglich, natürlich.
Bei meiner nächsten Frage kam dann Ruhe in die Zuhörerschaft, die lautete: „Wie viele Abgänge und Burn outs hatten Sie in den letzten 2 Jahren?“ Weiterlesen…
5 S in der Administration
Letzten Monat kam ein Hilferuf aus einem großen Unternehmen im Westen Deutschlands: „Wir haben 5 S im Büro gemacht und kommen nicht weiter. Wo bleiben die messbaren Effekte, von denen Sie immer berichten?“
Freitag war ich da.
Nun, was war geschehen? Das Unternehmen hatte flächendeckend mit großem Aufwand 5 S in der Verwaltung eingeführt. Die Schreibtische waren aufgeräumt, die Schränke einheitlich visualisiert, die Servicebereiche hervorragend organisiert und die Sitzungszimmer vorbildlich – 5 S im Büro also mit großem Engagement umgesetzt.
Meine Frage nach der Organisation der Ablage physisch und in der IT sowie die Frage nach einem E-Mail-Knigge und der Arbeitsorganisation fielen auf Unverständnis. „Ist das auch 5 S?“ Ja, wie wir es verstehen, eindeutig ja. Für uns besteht 5 S aus mehreren Elementen
- Schreibtisch und Büroorganisation
- Serviceflächen und Besprechungsräume
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Sehen lernen – Der Anfang
Sehen lernen – Der Anfang
Wenn Sie anfangen, diesen Weg zu gehen und wenn Sie ein noch besser Shopfloormanager, Werksleiter, Fertigungsleiter, Bereichsleiter, Abteilungsleiter, Meister oder Lean Manager werden wollen, dann gibt es ein Element, dass Sie immer – wirklich immer – beherzigen müssen und nie wirklich vergessen dürfen.
Dieses Element heißt: Konsequenz.
Das heißt: Sie gehen durch die Fertigung und bemängeln, dass etwas im Weg steht, oder stellen fest, dass der Schatten da ist, aber der Besen nicht, dass Mitarbeiter ohne Grund durch die Fertigung laufen, dass ein Mitarbeiter etwas macht, was Sie vorher bemängelt haben, oder dass etwas nicht eingehalten wird, was Sie angeordnet haben, und, und, und …

